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Hintergründe und Tatsachen, warum es kein Zeltkino mehr geben soll!

Als das neue Projekt Zeltkino vorgestellt wurde, gab es von Anfang an heiße Diskussionen. In einer öffentlichen Darlegung des Vorhabens Zeltkino wurde aber auf alles, für und wieder, eingegangen.

Die Auflagen zur Neuerrichtung vom Zeltkino besagen:
1. Kein Spielbetrieb nach 22.00 Uhr
2. Kein Spielbetrieb ab Windstärke 6
3. Kein Spielbetrieb ab Waldbrandstufe 3
4. Errichtung eines Rettungsweges

Das Augenmerk liegt auf letzteren. Die Gemeinde hat zwar den Weg zum neuen Standort vom Zeltkino gekauft, weigert sich aber ihn auszubauen. Es werden immer wieder Gründe gefunden (gesucht) um den Neubau zu verhindern. Neuste Ausrede: Der Weg muss einer Achslast von 16 Tonnen standhalten. So ein Fahrzeug gibt es auf ganz Hiddensee nicht.
Bauplan des Zeltkinos mit dem geplanten Weg (PDF)

Umsetzung der Auflagen

Zu Punkt 1:
Im letzten Sommer 2010 wurde in einer Ersatzspielstätte gespielt. Als Auflage galt auch dort, dass der Spielbetrieb um 22.00 Uhr endet. Das hat sehr gut funktioniert. Ist also umsetzbar!

Zu Punkt 2:
Der Wind – kaum ein Tag, an dem er nicht bläst. Im Hochland auch schon mal stürmisch. Gemessen wird aber vor Ort, also am Zeltkino direkt. Im Schutze des Standortes und aus Erfahrung heraus weiß man, dass man den Erbauern des Zeltkinos vertrauen kann. Und bei Orkanstärke sind bisher noch keine Besucher erschienen.

Zu Punkt 3:
In besonders heißen Sommern und stark gefährdeten Gebieten wie Brandenburg, wird schon mal die eine oder andere Waldbrandstufe ausgerufen. Dies geschieht ausschließlich vom jeweiligen Forstamt. Es gibt keine Informationen, dass dies jemals auf Hiddensee der Fall gewesen ist. Es wurde immer nur vor erhöhter Waldbrandgefahr gewarnt. Auch die Anwohner wären dann ja eingeschränkt. Kein Grillen mehr, kein Rasenmähen im betroffenen Gebiet und freistehende Gastanks wären auch undenkbar. Ach ja, und eine Rettungszufahrt für das betroffene Wäldchen gibt es ja auch nicht. Im Kinowäldchen ist ein dichter Laubwald, im Gegensatz zu lockeren Kiefernbepflanzungen neigt ein Laubwald nicht zum Austrocknen. Es ist also nicht wahrscheinlich, dass es mal zu dieser Einstufung kommen wird.

In einer Sitzung des Kunst und Kulturausschusses wurde über die Möglichkeit gesprochen, in einer geplanten Mehrzweckhalle Kinovorführungen zu veranstalten. Dieses Vorhaben wäre im Winter umsetzbar, in den Sommermonaten von Mai – September bei durchgehendem Spielbetrieb mit bis zu 3 Vorstellungen am Tag aber nicht möglich.

Auf eine Unterschriftensammlung zum Erhalt des Zeltkinos wurde nicht eingegangen. Es wurden bis etwa Mitte Mai insgesamt ca. 1600 Unterschriften gesammelt. Entgegen der Aussage vom Kunst- und Kulturausschuss, es hätten nur 40 Insulaner unterschrieben sei hier klargestellt: Alleine im Ortsteil Neuendorf unterschrieben mehr als 80 Bürger der Insel, und das ist nur einer von vier Orten.

Informationen findet man auch unter:
blog.insel-hiddensee.eu und www.cdu-hiddensee.de


Unterschriftenaktion: Machen Sie mit!
Unterschriftenliste


Die unterschriebenen Exemplare senden Sie bitte per Post an:
Dr. Michael Päch, Wisbyer Straße 43, 13189 Berlin.



Mehr Informationen zum Herunterladen

Bürgerbegehren für ein neues Zeltkino
(Ostsee-Zeitung, 15. Juli 2011)
Aus für das Zeltkino auf Hiddensee?
(Ostsee-Zeitung, 23./24. April 2011)
1400 Unterschriften für neues Hiddenseer Zeltkino
(Ostsee-Zeitung, 23./24. April 2011)

Alles zum Zeltkino in den "Hiddensee Inselnachrichten"
in den Jahren 2011, 2010, 2009, 2005, 2004

Fragen an den Bürgermeister zum Thema Zeltkino

Initiative zum Erhalt bzw. zur Neuerrichtung eines Zeltkinos auf Hiddensee
Februar 2011, März 2011, Juli 2011, August 2011





Strandhotel

Die Kinosaison 2010 fand im "Strandhotel" als Ersatz-Spielstätte statt. Vom 17. Juli bis 28. Oktober konnten die Besucher bis zu 3 Vorstellungen pro Tag besuchen. 53 Plätze bot dieses kleine Mini-Kino. 2010.



Asta Nielsen

Auch 2010 fand die Asta Nielsen Woche statt. Filme wie "Hamlet" und "Suffragette", vorgestellt von der Kinothek Asta Nielsen, sorgten wieder für großes Interesse. 2010.





Interview zum Thema „Zeltkino Hiddensee“ mit Frau Dr. Christiane Wolff (Geschäftsführerin der Insel Information Hiddensee GmbH)
11. Juni 2010

Frau Dr. Wolff, wie aus mehreren öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung und des Bauausschusses bekannt, soll das beliebte Zeltkino an einem neuen Standort im „Kinowäldchen“ neu errichtet werden. Warum kam es zu dieser Entscheidung?

» Im Herbst 2002 hatte der langjährige Betreiber des Zeltkinos, Herr Ekkehard Gau, seine Tätigkeit aufgegeben. Die Insel Information übernahm den Kinobetrieb, das war politischer Wille. Ein Pachtvertrag mit dem Grundstückseigentümer sicherte den Fortbestand des Zeltkinos, verpflichtete die Insel Info aber auch zur Unterhaltung der gesamten Zeltkinokonstruktion, so dass diese einer Abnahme durch das Bauordnungsamt genügen konnte.
Der Ankauf des alten Zeltkinostandortes scheiterte an den Finanzen. Für die Insel Info war die verlangte sechsstellige Summe nicht aufzubringen. Ein Kaufangebot der Insel Info auf Grundlage des Bodenwertes wurde nicht angenommen. Auch die vom Eigentümer alternativ verlangte Pacht war für die Zukunft nicht zu leisten, so dass der Ankauf einer Fläche in unmittelbarer Nähe des alten Standortes eine gute Alternative darstellte und eine ideale Voraussetzung ist, um den Fortbestand des Zeltkinos durch eine solide Investition langfristig zu sichern. «

Der neue Standort des Kinos soll auch eine neue Wegeführung erhalten, was bei den Anliegern des Gebietes zu Protesten und Eingaben führte. Warum war die alte Wegeführung nicht zu erhalten?

» Ein Großteil des Kinogrundstücks war vor einigen Jahren zum Verkauf ausgeschrieben. Der Verkäufer hat die neue Wegeführung auf dem Grundstück damals festgelegt. Die Insel Info konnte das Kinowäldchen erwerben, hatte aber keinerlei Einfluss auf die bereits vorhandene neue Wegeführung. «

Vor drei Jahren war das „alte Zeltkino“ aufwendig rekonstruiert worden, bekam z. B. eine neue Außenhaut und einen neuen Fußboden. Waren diese Investitionen in den Sand gesetzt?

» 2007 konnte der Betrieb wegen erheblicher Mängel an der alten Konstruktion (aus dem Jahre 1964) nicht fortgesetzt werden, so dass kurzfristig eine neue Zelthalle am alten Platz den Fortbestand der Kinotradition sicherte. Gleichzeitig wurden Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag und Auflagen des Bauamtes erfüllt. Beispielsweise war auch der legendäre Pflasterfußboden nicht mehr zulässig.
Zwischenzeitlich haben sich Vorgaben für das Aufstellen von fliegenden Bauten, wie Zeltkonstruktionen in der Landesbauordnung heißen, geändert. So wird neuerdings von höheren Lasten bei Wind und Schnee ausgegangen. Diese neuen Vorgaben erfüllt das bisherige Zelt nicht.
Der nun bereits erfolgte Abbau des Zeltes wurde deshalb vom Bauamt verlangt. Der Pachtvertrag der Insel Info für den alten Kinostandort hat geendet. Vertragsgemäß gehört das Zeltgerüst dem Grundstückseigentümer. «

Welche gestalterischen Vorgaben gibt es für das neue Kino und das Umland?

» Die wesentlichen Vorgaben wie z. B. den Standort auf dem Grundstück regelt der Bebauungsplan. Wir freuen uns, dass wieder eine Zeltvariante mit gebogenem Dach möglich sein wird. Es bleibt bei 180 Sitzplätzen und 2 Toiletten. Vorführraum und Eingangsbereich bekommen ein breites Vordach, damit man an der Kasse nicht mehr im Regen stehen muss. Das Kinowäldchen bleibt ein Wäldchen. Wege werden wir weder sperren noch vorschreiben. Besucher sind herzlich willkommen. Und wer weiß, vielleicht tanzen die Palucca-Schüler dann unter der großen Eiche vor dem Kino – bei Regen auch gerne im Kino. «

Die Anwohner haben die Befürchtung, dass das neue Kino und sein gestaltetes Parkumfeld zu größeren Belästigungen, vor allem Ruhestörungen führen werden. Ist es richtig, das zur Gewährleistung von „Stille und Ruhe“ die Spielzeiten offiziell (Auflage!) auf 22 Uhr begrenzt wurde?

» In der Vergangenheit spielte das Zeltkino gewöhnlich bis ca. 23 Uhr. Nun gibt es die Auflage, dass der Spielbetrieb vor 22 Uhr endet. Daran hat sich der Betreiber zu halten. Eine vorgeschriebene solidere Ausführung des neuen Kinos führt auch zu einer verbesserten Schalldämmung. An der Kinotechnik sind ebenfalls Verbesserungen vorgesehen. So kann beispielsweise durch eine veränderte Position der Lautsprecher die Geräuschemission herabgesetzt werden, ohne dass der Kinobesucher einen Unterschied bemerkt. «

Das alte Kino ist abgebaut. Das neue steht noch nicht. Wird es in diesem Sommer Kinovorführungen auf der Insel geben?

» Vorführungen an Ersatzspielorten sind geplant, damit unsere Gäste nicht auf das Kinoangebot verzichten müssen und die Existenzgrundlage für den Kinovorführer Thomas Gottschalk erhalten bleibt.
Der Bebauungsplan ist auf dem Weg, ebenso der Bauantrag. Bisher fielen alle Entscheidungen der Gemeindevertretung einstimmig zugunsten des Fortbestandes des Zeltkinos auf der neuen Fläche im Kinopark. Wenn das so bleibt, mache ich mir keine Sorgen über eine zügige Errichtung des Neubaus nach erteilter Baugenehmigung. Natürlich traten und treten bei der Umsetzung des Kinoneubaus Probleme auf, die auch dem Umstand geschuldet sind, dass wir wieder ein Zeltkino bauen wollen. Aber es gibt ein klares Votum der Inselpolitiker für das Zeltkino, und die Erwartung der Gäste ist hoch. An der Insel Information soll es nicht scheitern, dass es wieder heißen kann: „Komm mit ins Zeltkino!“ «





Jens-Paul Wollenberg und Valerie Funkner

Am 12. Juli und am 23. August waren der Extrementertainer Jens-Paul Wollenberg und Valerie Funkner, Leiter des Leipziger Tango Orchesters, mit ihrem Programm „Chansons für die Insel“ zu Gast im Zeltkino. 2009.



Karola Gramann, Natalie Lettenewitsch, Eunice Martins

Vom 07. September bis 12. September wurden im Rahmen der „Asta Nielsen Woche“ Filme der großen Schauspielerin gezeigt. Vorgestellt und betreut von Frau Karola Gramann (links) und Frau Natalie Lettenewitsch (rechts). Die Stummfilme wurden von der Pianistin Eunice Martins (mitte) begleitet. 2009.





Dirk Szuszies

Der Dokumentarfilmer Dirk Szuszies war inkognito als Kartenabreißer im Zeltkino tätig. Im Anschluss an die Vorstellung diskutierte er mit dem Publikum über seinen Film "RESIST". 2005.





Dieter Kosslick im Zeltkino

Ohne Smoking und roten Schal ist Dieter Kosslick, Leiter der internationalen Filmfestspiele Berlin, zur Filmdiskussion "Gegen die Wand" ins Zeltkino gekommen. Er entschied sich aber kurzerhand, auch als Kartenabreißer seine Dienste anzubieten. 2004.



Angela Lipp-Fläxl und Paul Fläxl

Zwei Bayern auf Hiddensee: Die HDF-Ausschussvorsitzende Angela Lipp-Fläxl und Paul Fläxl aus Vilsbiburg besuchten das 40jährige Zeltkino-Hiddensee. 2004.